Warum eine Doula?

Früher war es völlig normal – und das ist es in anderen Ländern und Kulturen immer noch – dass eine geburserfahrene und einfühlsame Frau über die gesamte Geburt der Mutter zur Seite stand. Nachdem diese schöne und stärkende Tradition etwas in Vergessenheit geriet, gibt es inzwischen in Deutschland wieder Hunderte Doulas. Im Gegensatz zu allen anderen Personen in der Geburtshilfe bietet eine Doula Dir Exklusivität (sie begleitet stets nur eine Geburt und nicht mehrere parallel), sie ist die einzige Dir vertraute Person, die Dich völlig unabhängig vom Geburtsort begleitet (sollte beispielsweise eine Geburt von Zuhause oder vom Geburtshaus in eine Klinik verlegt werden, bleibt die Doula weiterhin an Deiner Seite), sie hat keinerlei andere Auftraggeber (Krankenkassen, Kliniken, Vorgesetzte) sondern Du allein entscheidest auf welche Art die Doula Dich unterstützen darf!

Aus diesen Gründen nehmen Schwangere eine Doula mit zur Geburt:

  • Sie möchten kontinuierlich während der gesamten Geburt betreut werden
  • Sie möchten bei der Geburt eine Person dabei haben, der sie vertrauen und die ihnen sympathisch ist
  • Sie haben als Erstgebärende Angst vor der Geburt
  • Sie haben bereits schwierige oder traumatische Geburten hinter sich
  • Der Partner soll entlastet werden
  • Alleinerziehende Mütter, die ohne Partner gebären werden
  • Die Anwesenheit des Partners ist nicht gewünscht oder möglich
  • Sie haben eine stille Geburt vor sich
  • Sie erwarten eine komplizierte Geburt
  • Sie werden ein krankes oder behindertes Kind bekommen
  • Bei Zwillings-Geburten
  • Bei geplanten Kaiserschnitten

Welche Vorteile bringt die Geburtsbegleitung durch eine Doula?

Ist eine Doula bei einer Geburt anwesend, bringt dies eine Vielzahl an positiven Effekten mit sich. Diese positiven Auswirkungen konnten bereits in 23 internationalen Studien nachgewiesen werden:

  • 50% geringere Wahrscheinlichkeit per Kaiserschnitt zu entbinden
  • 41% geringeres Risiko für den Einsatz von Saugglocke oder Zange
  • 39% geringere Verabreichung wehenfördernder Mittel
  • 28% geringerer Bedarf an Schmerzmitteln oder Anästhesie
  • 25% kürzere Geburtsdauer
  • 33% geringeres Risiko nach der Geburt unzufrieden zu sein oder diese negativ zu sehen
  • Die Neugeborenen haben viel seltener geringe APGAR-Werte
  • Mehr Babys wurden hinterher voll gestillt
  • Eltern entwickelten mehr Selbstvertrauen im Umgang mit dem Baby
  • Mütter erlitten deutlich seltener Wochenbettdepressionen